Mit bösem Willen?

Mit bösem Willen?

Kennt ihr das auch?

Es gibt doch immer wieder Kollegen, oder es soll manchmal sogar jemand aus dem eigenen Freundeskreis geben, die es immer wieder machen. Wohl unbewusst, selten auch bestimmt mit bösem Willen, aber es passiert immer wieder. Wovon rede/ schreibe ich hier?

Nun, kommen wir zu der Geschichte, vielleicht kommt es euch bekannt vor.

Du sitzt schön gemütlich in deinem Büro, denkst an nichts Böses, arbeitest vielleicht sogar ganz intensiv an einem bestimmt interessantem Thema und dann geht die Tür auf und deine Lieblingskollegin kommt zur Türe rein.

Nettes Lächeln und du ahnst immer noch nichts, scheinheilige Anfrage, ob ich gerade Zeit habe, oder ob sie stört.

Und dann machst du schon den nächsten Fehler.

Du sagst freundlich, zwar etwas gestresst, aber freundlich lächelnd:

Klar, für dich nehme ich mir gerne Zeit.

 Obwohl du sie eigentlich gar nicht hast.

Lächelnd sitzt ihr euch gegenüber und plaudert ein wenig, Wetter, Essen, Urlaub, Kinder, ach was weiß ich. Und dann kommt es!

Du ahnst es schon, es kommt DAS Problem.

Ihr Problem… Und sie erzählt und erzählt es dir noch detaillierter, als du es dir jemals vorgestellt hast.

Und sie erzählt immer weiter.

genervt enttaeuscht BlogImage

Tja, was machst du? Du hörst weiter zu… und weiter… und weiter… und weiter…

Die Zeit verrinnt, dein Arbeitsstapel wächst immer weiter (leichtsinnigerweise hast du deinen Email-Posteingang nicht auf lautlos gestellt und hörst daher immer wieder ein kleines Pling, und dies bedeutet, du ahnst es schon, eine neue Mail mit neuer Arbeit).

Und es wird immer weiter erzählt.

Nun, irgendwann verstummt der Redefluss und deine Lieblingskollegin steht auf, lächelnd, befreit und sehr entspannt.

Sehr schön! Gern geschehen, auf wiedersehen, bis bald, alles ok.

Nun, das macht man doch gerne, denn auch dafür hat man doch die Lieblingskollegen. Tja, wenn es nur einmal wäre, oder nur eine, dann ginge es ja auch.

Irgendwie ging mir das gefühlte Jahre so. Und irgendwann ging es nicht mehr.

Was also tun?

Ich wusste es echt nicht. Sympathie Wochen durchgeführt, Empathie Wochen ebenso erfolgreich durchgeführt, Achtsamkeits-Tage auch. Und nun?

Die Lösung kam durch ein Gespräch mit einem Menschen, den ich gar nicht leiden kann, aber er zeigte mir unbewusst die Lösung auf.

Er erzählte mir eine Geschichte, eine ganz kurze. Und ich vermute, dadurch wird es euch auch klarer.

Er erzählte davon, dass ich in eine Falle getappt bin. Ganz einfach; er fand auch eine bildliche Darstellung.

Jetzt kütt et! Bildlich dargestellt:

Dein „Besuch“ kommt in dein Büro und will dir ganz dringend etwas erzählen, ein Problem, ein Skandal, eine Unverschämtheit, alles ganz wichtig!

Nun, und damit geht es los.

Wenn wir uns jetzt vorstellen, dass dieses Problem eine Mülltonne ist, mit ein wenig stinkendem Müll drin, und dein Besuch kippt voller Genuss dir SEINEN Müll in dein Büro und geht dann ganz entspannt wieder weg, weil der Müll liegt jetzt ja nicht mehr bei ihr/ ihm sondern, du ahnst es schon, er liegt bei dir.

muell abfall BlogImage

Tja, da ist er nun, der stinkende Müll.

Bei dir.

Blöd, oder?

Also du bist der nette Mensch, deine (als Beispiel in diesem Fall) nette Kollegin kommt immer wieder gerne zu dir, weil du ja so gut zuhören kannst und es ihr danach immer viel besser geht und kippt ihren Müll immer wieder gerne bei dir aus…

Ich will gar nicht sagen, mit Absicht, um dich zu belasten, aber genau so ist es.

Deinem „Müllbesucher“ geht es besser und dir geht es immer schlechter. Keine win/win-Situation, oder?

Also ich finde nicht!

Und daher musste ich etwas ändern! Wie sähe denn da eure Lösung aus?

Bei mir ist es jetzt folgendermaßen. Als erstes habe ich einen Zettel geschrieben. Schwarze Schrift auf orangenem Untergrund

FÜR DIESES GESPRÄCH STEHE ICH NICHT ZUR VERFÜGUNG!

Glueck Guido BlogImage 4

Ein kurzer Blick, ggf. mit einem Nicken in die Richtung Zettel stoppte bisher die Meisten der „Mülltonnenentleerer“.

Weiterhin habe ich angefangen, nicht auf die Probleme einzugehen, sondern positive Aspekte einzuwerfen; immer wieder und immer wieder.

Ich stehe heute nicht mehr zur Verfügung für den immer wieder kehrenden Quatsch und immer wieder auftauchenden Probleme.

Das wir uns hier nicht falsch verstehen, wenn meine lieben Mitmenschen ein Problem haben, ein echtes Problem haben, dann stehe ich gerne zur Verfügung und helfe... nur bei einer Müllumverteilung, da stehe ich nicht mehr parat.

Und ich kann euch sagen, es funktioniert hervorragend und was auch noch wahrscheinlich viel wichtiger ist, es geht mir bedeutend besser (und meine Lieblingskollegin mag mich immer noch 😉 ).

Also, was macht ihr da in solchen Fällen?

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2 Kommentare

  • Guter Tipp Guido! Mir ist so etwas ehrlicherweise nie passiert aber jetzt bin ich vorbereitet :-D
    Weiter so! Bin auf die nächsten Blog Posts gespannt :-)
  • Hallo Gero,
    vielen Dank für dein Feedback! Schön, dass du noch nicht in so ´ner Situation warst, aber wenn, dann hast du jetzt ja nen Tipp und kannst bestimmt drüber schmunzeln... ;)

    Alles Gute und beste Grüße
    Guido

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