Was ist NLP? Neuro-Linguistisches Programmieren erklärt

Was ist NLP? Neuro-Linguistisches Programmieren erklärt

Die zwischenmenschliche Kommunikation ist einer der wichtigsten Faktoren, die über persönliches und berufliches Glück entscheiden.

Denn ohne die Fähigkeit ordentlich kommunizieren zu können, wird es schwierig im Leben voran zu kommen. Was NLP damit zutun hat, erfährst du jetzt.

Was ist NLP?

Die Grundlagen des NLP umfassen u.a. die geschichtliche Entwicklung sowie einige Grundannahmen, die das Modell von NLP voraussetzt. 

Geschichte des NLP

Die Neurolinguistische Programmierung (NLP) ist eine noch relativ junge, von manchen als Pseudowissenschaft bezeichnete, Methode zur Formung von Persönlichkeit.

Das NLP hat seine Wurzeln in den frühen 70er Jahren und wurde von Richard Bandler und John Grinder, zwei Wissenschaftlern der Universität von Kalifornien in Santa Cruz, die sich mit Psychologie, Informationswissenschaft, Anglistik und Linguistik befassten, entwickelt.

Mitte der 70er Jahre veröffentlichten die beiden zwei Bücher, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Sprache und Therapie bzw. den verschiedenen Formen der Hypnose auseinandersetzten.

1976 entwarfen sie aufgrund von Sprachanalysen verschiedener Therapeuten ihr NLP-Meta-Modell, welches in den folgenden Jahren zur Grundlage ihrer weiteren Arbeit wurde.

Bandler und Grinder verstanden dieses Modell als Sprachmodell, mit welchem man Informationen über die Gedankenstrukturen eines Gesprächspartners zusammentragen und bewerten kann.

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Hier unterschieden sie zwischen der Oberflächen- und Tiefenstruktur zwischenmenschlicher Kommunikation.

Aufgrund solcher Beobachtungsreihen entstand im Jahre 1979 das sogenannte Milton-Modell, Beobachtungsobjekt hierfür war der erfolgreich arbeitende Hypnotherapeut Erickson. 1980 beendeten Bandler und Grinder ihre Zusammenarbeit und es folgten lange Streitigkeiten über Fragen des Urheberrechts.

Zu Beginn der 80er Jahre gewann NLP zunehmend auch in Europa an Popularität und es entwickelten sich, vor allem in den deutschsprachigen Ländern, verschiedene Ausbildungszentren mit jeweils unterschiedlichen Abschlußmöglichkeiten.

Ende der 80er Jahre wurden Verbände ins Leben gerufen, die feste Richtlinien und Ausbildungsmodalitäten festschrieben und auf diese Weise der NLP-Ausbildung eine festere Form gaben. Aus den ersten und grundlegenden Erkenntnissen von Bandler und Grinder haben sich inzwischen eine Vielzahl von Einzelrichtungen entwickelt.

Die Neurolinguistische Programmierung wurde, hauptsächlich in Deutschland, weiterentwickelt und konnte sich mittlerweile in so wichtigen Bereichen wie Coaching und Unternehmensberatung, aber auch in medizinischen Bereichen wie beispielsweise der Psychotherapie bewähren.

Auch im Bereich des Sports und den verschiedenen Zweigen der Sozialarbeit und Pädagogik konnten Erfolge erzielt werden.

Seit 2007 ist ein sehr junger Zweig der NLP, die Neuro-Linguistische Psychotherapie (NLPt) in Österreich und anderen europäischen Ländern als Psychotherapiemethode anerkannt ist.

Lernen mit NLP

Die Methoden der NLP wenden sich nicht in erster Linie an kranke Menschen, sondern werden als Hilfestellungen für gesunde Menschen verstanden, sich selbst besser kennenzulernen, die eigenen Verhaltensmuster intensiver zu analysieren und dadurch Veränderung hervorzurufen.

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NLP befasst sich ja mit Kommunikation im weitesten Sinn.

Deshalb bietet sie die Möglichkeit zur ständigen Weiterentwicklung des Menschen mit Hilfe verschiedenster, die Kommunikation des Menschen analysierender Methoden (Formate). Wer diese Methoden anwendet, wird lernen, dass jede, nach außen hin wahrnehmbare Reaktion immer durch innere Prozesse ausgelöst und durch verschiedene Mechanismen in ihrer Form gestaltet wird.

Die Bereiche, in denen NLP sinnvoll zur Anwendung gebracht werden kann, sind vielfältig. Neben dem Unterricht in der Schule und der Erwachsenenbildung können die Methoden auch für einen respektvollen Umgang mit Untergebenen und Teamkollegen genutzt werden. 

Wer häufig Kontakt zu Kunden, Klienten oder Patienten hat, kann diesen durch NLP unkomplizierter und dadurch effektiver gestalten.

Der mit Abstand wichtigste Bereich, in dem man die Methoden der NLP anwenden kann, ist der Bereich der persönlichen Weiterentwicklung und des Selbstmanagements.

Vor allem Menschen, die sich selbst als leicht beeinflußbar erfahren, erhalten durch NLP einen wirksamen Schutz vor ungewollter Manipulation von außen.

Das Erlernen von NLP-Methoden sollte immer unter der Mitwirkung eines NLP-Coaches geschehen. Viele Institute bieten Kurse an, in denen es zu einem großen Teil um das Modellieren der eigenen Persönlichkeit geht.

Eine Ausbildung in der NLP-Methodik heisst also vor allem die Beschäftigung mit sich selbst. Auf dieser Grundlage gibt es dann auch Kurse mit dem Ziel, jemanden zum kompetenten Coach auszubilden, der dann wiederum andere in die Kunst des NLP einführen kann.

Submodalitäten

Unter Submodalitäten versteht man in der Regel die verschiedenen, gedanklichen Muster, die dabei helfen, sich an wichtige Vorgänge zu erinnern.

Die fünf Sinne des Menschen werden als Modalitäten bezeichnet. Jeder Mensch nimmt Informationen stets mit Hilfe dieser Modalitäten auf. Diese müssen dann aber in irgendeiner Form verarbeit und gespeichert werden.

Dies geschieht durch die Sub-Modalitäten. Sie splitten alles, was wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken, weiter auf, indem sie beispielsweise verinnerlichte Bilder vergangener Erfahrungen genauer aufgliedern und beschreiben.

Wurde ein betrachtetes Bild vielfarbig oder eher mit wenigen Farben gemalt? Welche Form und Größe hatte ein betastetes Kunstwerk? Schmeckte ein bestimmtes Gericht bitter , sauer oder süß?

Solche Unterscheidungen können unabhängig vom eigentlichen Inhalt des Bildes gemacht werden. Diese Technik wird übrigens oft von Lehrern angewandt, um im Unterricht genaue Bildbeschreibungen durchzuführen und die Schüler dafür zu sensibilisieren, soviel wie möglich wahrzunehmen.

Submodalitäten sind entweder analog oder digital. Analoge Submodalitäten sind sowohl meßbar als auch veränderbar.

Zu dieser Gruppe gehören unter anderem die Helligkeit, der Kontrast und die Größe. Digitale Submodalitäten lassen sich nur schwer verändern, da sie in großen, zeitlichen Abständen vorkommen.

Digitale Submodalitäten sind z.B. die Unterscheidung von lokalisiertem und ganzheitlichem Körpergefühl oder die Aufgliederung von Stereo- bzw. Monoqualität innerhalb eines Hörvorganges.

Submodalitäten sind also Unterkategorien der Sinne, sozusagen die Bausteine, aus denen jedes Bild, Geräusch oder Gefühl, das dem Menschen begegnet, zusammengesetzt ist.

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Diese Submodalitäten können sehr hilfreich sein, um erlebte Zustände besser zu verstehen, zu beschreiben oder auch in ihrer Intensität zu verstärken. Sie dienen also im Letzten immer dazu, Veränderungen beim Menschen zu initiieren, die ihm dabei helfen, aufgrund der eigenen Kenntnis innerer Abläufe anders auf Reize zu reagieren.

Vorannahmen im NLP

Durch die verschiedenen Ausrichtungen innerhalb der NLP-Lehre gibt es keine einheitliche Zahl von Vorannahmen, welche als Grundlage für jede Therapie gelten. Als die wichtigsten werden aber folgende angesehen:

Die Landkarte ist nicht das Gebiet

Diese Vorannahme geht davon aus, dass jeder Blick, den man in die Welt wagt, subjektiv ist, weil er nicht die echte Realität wahrnimmt, sondern geprägt ist von den gemachten Erfahrungen. Diese Erfahrungen verzerren den Blick auf die Realität oder verändern sie zumindest stark. Der Mensch reagiert also nicht auf die Wirklichkeit, wie sie wirklich ist, sondern lediglich auf sein Bild von der Wirklichkeit. Dieses Bild bezeichnet die NLP als die Landkarte des Menschen.

Vom Menschen wird immer die bestmögliche Entscheidung getroffen

Steht ein Mensch vor einer Entscheidung, so versucht er, anhand der ihm zur Verfügung stehenden Landkarte, die im Augenblick als am besten erscheinende Lösung zu wählen. Dabei wird er von seinen Erfahrungen geleitet und hat nur einen Weg zur Verfügung, selbst, wenn dieser von anderen als der falsche Weg angesehen wird. Die NLP will in solchen Entscheidungssituationen helfen, den Horizont zu erweitern und neue Alternativen für bessere Entscheidungen zu schaffen.

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Jede Entscheidung wurzelt in positiven Absichten

Die NLP geht davon aus, dass Entscheidungen und daraus resultierende Handlungen immer eine positive Absicht als Grundlage haben, selbst, wenn sie von außen betrachtet als negativ oder gewalttätig gewertet werden müssen. Man muss also immer die Absicht der Handlung und die Handlung selbst einzeln betrachten.

Jede Handlung verfolgt einen bestimmten Zweck

Jedesmal, wenn der Mensch handelt, tut er dies nicht um der Handlung willen, sondern will mit seinem Tun einem bestimmten Zweck Rechnung tragen.

Dies kann sich in einem bewussten oder auch unbewussten Schritt vollziehen. Alles Handeln des Menschen ist also zweckgebunden.

Der Mensch trägt alles für die Verwirklichung eigener Wünsche Notwendige in sich

Der gesunde Mensch verfügt nach Ansicht der NLP über alle notwendigen Fähigkeiten und Energien, um sich jeden Wunsch zu erfüllen, jedes Ziel zu erreichen und jedes sich abzeichnende Problem aus eigener Kraft zu bewältigen.

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Was immer sich dem Menschen an Aufgaben stellt, in seinem Innern findet sich alles, was er braucht, um sie zu bestehen.

Wenn ein Weg nicht funktioniert, geht man auf einem anderen weiter

Manchmal führen Wege nicht weiter und man landet in einer Sackgasse. Man probiert etwas und es funktioniert trotz größter Anstrengung nicht.

Deshalb ist es nach Meinung der NLP notwendig, immer wieder andere, neue Wege zu suchen und Dinge in neuer Weise anzugehen.

Wenn eine Person etwas tun kann, kann jeder andere Mensch dies auch tun

Hier zeigt sich das Prinzip des Modellierens (Veränderung des eigenen Lebens nach dem Vorbild anderer “Landkarten”) sehr deutlich.

Dazu ist es notwendig, sich an erfolgreichen Menschen zu orientieren, die Welt mit ihrer Brille zu betrachten und auf diese Weise die Fähigkeit zu erlangen, ebenso erfolgreich zu sein. So wird man in die Lage versetzt, Dinge zu tun und Ziele zu erreichen, die einem früher unmöglich erschienen.

Alles ist Kommunikation

Das gesamte, menschliche Leben ist auf Kommunikation hin ausgelegt. Sogar, wenn man nicht spricht, geschieht Kommunikation, z.B. durch Haltung, Gang, Gestik und Mimik. Immer und überall sendet der Mensch Signale aus, die anderen etwas “sagen” und Reaktionen hervorrufen.

Der eigentliche Wert von Kommunikation liegt im Feedback

Wendet sich der Mensch einem anderen kommunizierend zu, dann tut er dies nicht, um sich einfach reden zu hören. Vielmehr will er durch das Gesagte eine Reaktion bei seinem Gegenüber hervorrufen und ein Feedback erhalten.

Denn jede Kommunikation zieht eine Reaktion auf der Seite des Gesprächspartners nach sich. Die sich innerhalb der Kommunikation abwechselnden Rückmeldungen sind also das zentrale Geschehen.

Kommunikation

Alles ist Kommunikation! Mit diesem grundlegenden Paradigma wird klar, dass wir nicht nicht kommunizieren können. Sobald zwei oder mehr Menschen aufeinandertreffen, findet Kommunikation statt.

Egal ob wir etwas verkaufen (z.B. auch unsere Meinung), jemandem etwas verständlich machen (z.B. auch Lehrer und Führungskräfte), beeinflussen oder uns einfach nur unterhalten wollen, mit NLP kann Kommunikation leichter und effektiver gelingen.

Rapport

Unter dem “Rapport” versteht man den hergestellten, positiven Kontakt zwischen dem NLP-Anwender und dem jeweiligen Gesprächspartner. Vor allem dieser positive Kontakt ist die Grundlage, damit eine produktive Verständigung zwischen zwei Menschen gelingt.

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Außerdem ist er die wichtigste Voraussetzung für ein gemeinsames Weitergehen. An einem guten und gelingenden Kontakt zwischen den Gesprächspartnern muß ständig gearbeitet werden, denn er ist nur punktuell wirksam und schwächt sich mit der Zeit ab.

Dafür verantwortlich sind die vielfältigen Signale, die von zwei Menschen während ihres Kontaktes gesetzt werden und welche nicht immer positive Wirkungen beim Gegenüber hervorrufen.

Ein falsches Wort, eine unüberlegte Geste oder eine nicht richtig verstandene Haltung sind sehr schnell in der Lage, Stimmungen und Einstellungen zu verändern und damit den Kontakt auf eine negative Ebene zu drücken.

Die Folge wäre, dass einer der Gesprächspartner bewusst oder unbewusst den einmal entstandenen, guten Kontakt unterbricht oder sogar gänzlich abbricht. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, dass der Therapeut ununterbrochen eine Aufrechterhaltung des Kontaktes verfolgen und, wann immer es möglich ist, unterstützen muss.

Gelingt ihm dies nicht und der Kommunikationspartner wendet sich ab, spricht man vom “Brechen” des Rapports.

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Spiegeln

Der Begriff des Spiegeln sit aus der Psychologie bekannt und beschreibt das Zurückwerfen von Gesagtem an den, der es gesagt hat. Dieses Spiegeln kann sich sowohl auf verbaler Ebene vollziehen, als auch nonverbal ablaufen.

Spiegeln im verbalen Modus geschieht beispielsweise durch die Anpassung der Tonhöhe, der Lautstärke, des Sprech-Tempos und und der Sprachfärbung. Sinn dieser Vorgehensweise ist die Würdigung dessen, was der Gesprächspartner sagt.

Die Verwendung übereinstimmender Redemuster soll dem Gegenüber die eigene, positive Haltung ihm gegenüber verdeutlichen und, wenn möglich, seine Motivation zur Fortführung oder gar Vertiefung des Gespräches erhöhen.

Das nonverbale Spiegeln geschieht direkt oder indirekt, teilweise oder vollständig. Direktes Spiegeln erfolgt über einen gleichen Kanal.

So nimmt beispielsweise der Klient die gleiche Haltung an, wie der Therapeut. Indirektes Spiegeln bezeichnet man auch als Kreuz-Spiegeln. Es erfolgt normalerweise unter Zuhilfenahme abweichender Handlungen.

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Atmet ein Gesprächspartner z.B. in einem bestimmten Rhythmus, bewegt der andere seinen Fuß in gleicher Geschwindigkeit. Beim teilweisem Spiegeln werden ein oder zwei Merkmale in das eigene Verhaltensmuster integriert.

Ein vollständiges Spiegeln würde bedeuten, eine Vielzahl von verbalen oder nonverbalen Eigenschaften des jeweiligen Gesprächspartners zu übernehmen.

Das verbale oder nonverbale Spiegeln mit all seinen Unterstufen befähigt also dazu, Merkmale des Gegenüber wahrzunehmen und sich in Wort, Mimik oder Geste so anzupassen, dass es dem Gesprächspartner Offenheit, Akzeptanz und ganzheitliche Annahme verdeutlicht und den begonnenen Kommunikations-Prozeß intensiviert.

Pacing und Leading

Unter dem Begriff Pacing versteht man ein Anpassen und Mitgehen.

Es gibt den Kommunikationspartner als Spiegelbild zurück und gründet in der Annahme, dass Menschen, die miteinander in einem guten Verhältnis stehen, an ihr Gegenüber angleichen, z.B. im genutzten Tonfall, der Lautstärke der Stimme, dem Sprechtempo, der Körperhaltung, aber auch in der Distanz zum Anderen sowie in der Form des Auftretens.

Eine Sonderform des Pacing ist das sogenannte Future-Pacing. Es ist ein gedanklicher “Schritt in die Zukunft” einer Person.

Der tiefere Sinn liegt darin, die eigene Zukunft auf die Übereinstimmung mit den ureigensten Wünschen hin zu überprüfen. Eine in der Zukunft liegende Situation wird also gedanklich durchgespielt. Die Folge ist ein Vorauswissen des Gehirns, was in der Zukunft zu tun ist, wenn die vorher gedanklich durchgespielte Situation tatsächlich eintritt.

Dieses Verhalten ist bei Sportlern sehr gut nachzuweisen. Wenn sie vor einem Wettkampf den bevorstehenden Bewegungsablauf (z.B. den Verlauf einer Rennstrecke) mit geschlossenen Augen durchgehen, passen sie sich an zukünftige Anforderungen an. Leading bedeutet soviel wie Führung.

Hier nutzt der Therapeut bzw. Ausbilder vor allem körpersprachliche oder sprachliche Signale, um das Gespräch zu leiten und in gewisser Weise auch die Führung an sich zu ziehen.

Das Leading muss sich nicht unbedingt zeitgleich mit dem Gegenüber vollziehen, sondern kann auch zeitlich versetzt geschehen.

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Wichtig ist es, dass sich Pacing und Leading im Rahmen des geführten Gespräches abwechseln.

Denn erstes und wichtigstes Ziel darf nicht die Manipulation des Gesprächspartners sein, sondern der bewusste, die Gefühle des Einzelnen auf- und annehmende Kontakt zwischen den Kommunikationspartnern.

Persönlichkeitsentwicklung

Mit NLP ist es möglich, gezielt an der Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Nur wer konstant an sich selber arbeitet, kann seine Grenzen überschreiten.

NLP bietet dafür eine Reihe von Möglichkeiten, zum Beispiel das Setzen von Ankern.

Anker

Unter einem “Anker” versteht man die feste, gefühlsmäßige Bindung des Menschen an ein Bild, einen Ton oder eine Berührung.

Denn Farben, Klänge oder Berührungen rufen in jedem ganz bestimmte Reaktionen hervor, die entweder positiv oder negativ auf ihn wirken.

Das Ankern ist also die Koppelung von Reiz und Reaktion.

Das Vorbild ist hier die klassische Konditionierung nach Pawlow.

Das heisst, ganz bestimmte Gefühle wie Freude, Wut oder Trauer setzen automatisch ein, wenn man z.B. ein bestimmtes Bild anschaut (z.B. das der Freundin), ein bestimmtes Musikstück erklingt (z.B. ein Lied, das während einer Beerdigung gespielt wurde), oder wenn man an einer Stelle des Körpers eine Berührung erfährt (z.B. ein Kuss auf die Stirn).

Solche, von außen kommenden Reize, lösen aufgrund früherer Erfahrungen immer eine ganz bestimmte emotionale Reaktion aus.

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Der Reiz ist also der Anker, an den der Mensch emotional gebunden bleibt, selbst wenn er sich über längere Zeit entfernt. Sobald der Reiz wieder auftritt, wird man zurückgezogen und die Verbindung von Reiz und emotionaler Reaktion erneut aktiviert.

Solche Anker können durch Reizung aller Sinnesorgane ausgelöst werden, also über das Auge, den Gefühls- und Tastsinn, das Ohr, den Geruchs- oder den Geschmackssinn. Solche Anker kann man durchaus auch selbst in seinem Unterbewusstsein plazieren.

Auch Trigger kann man herstellen. Der Unterschied zum Anker ist die Tatsache, dass der Reiz beim Trigger durch eine unbewusste, ungewollte oder externe Quelle ausgelöst wird.

Dazu bedarf es eines entspannten Zustandes, in dem man dann durch häufige Wiederholung eines Reizes (z.B. eines Wortes, eines Geräusches) die nicht mehr trennbare Verbindung zwischen Reiz und dem gewünschten, mentalen Zustand herstellt.

Unabdingbar ist es hierbei, dass man den Reiz so oft wiederholt, bis man sicher sein kann, dass der mentale Zustand oder die gewünschte Situation untrennbar mit dem Reiz verbunden ist.

Trigger (aber auch Anker) auszulegen heisst also eigentlich nichts anderes, als sich selbst zu konditionieren.

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Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Artikel NLP etwas näher bringen konnten und du jetzt weißt, was es damit auf sich hat. 

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