Unsere alltäglichen Laster: Wieviel „Spaß“ ist erlaubt?

Unsere alltäglichen Laster: Wieviel „Spaß“ ist erlaubt?

Ein Glas Bier nach Feierabend, ein kleiner Absacker mit Kollegen und im Verein wird bei den Vorstandssitzungen kräftig geraucht. Auf dem Nachhauseweg gibt es dann noch schnell einen Döner um die Ecke.

Wer so lebt, pflegt vielleicht keinen ungewöhnlichen Lebensstil. Vom Blickwinkel der eigenen Gesundheit aus betrachtet, wird allerdings viel falsch gemacht...

Alkohol gilt, innerhalb sehr eng abgesteckter Grenzen, als aktuell unbedenklich. Was aber grundsätzlich als gesundheitsschädlich gilt, ist das Rauchen.

Ein hoher Anteil der heute behandelten Lungenkarzinome wäre ohne Zigaretten vermeidbar.

Auch das Thema Essen hat seine Schattenseiten. Klar, ein Braten auf dem Teller schmeckt. Auch der Griff in die Chipstüte auf der Couch gehört dazu.

Allerdings ist der Anteil hochkalorischer Lebens- und Genussmittel in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Folgen bekommen die Hüften zu spüren, in Form überschüssiger Pfunde.

Wieviel Genuss ist in Ordnung?

Ab welchem Punkt wird der Lebensstil zur Gefahr für die Gesundheit?

blogimage bier alkohol party

Hin und wieder ein Gläschen: Alkohol in Maßen ist ok

Besonders an den hohen Feiertagen oder zu Jubiläen gehört es einfach dazu: Das eine Gläschen zum Anstoßen.

Leider wird daraus schnell sehr viel mehr. Nach dem ersten Bier schmeckt das zweite Glas noch besser.

Auch beim Wein wird, gerade in geselliger Runde, gern argumentiert, dass es sich auf einem Bein so schlecht steht. Vier oder fünf Bier sind schnell getrunken.

Laut Initiative „Kenn dein Limit“ kommt jeder Deutsche so auf mehr 135 Liter an alkoholischen Getränken (Stand 2015). Davon macht Bier mit knapp 106 den Löwenanteil aus. Wein liegt mit 20,5 Litern auf Platz 2.

Welches gesundheitliche Risiko geht mit diesem Alkoholkonsum einher?

Gibt es eine Grenze, unterhalb derer Alkohol vielleicht sogar gesund sind?

Schließlich gibt es Länder, in denen die Bevölkerung trotz des nachweislichen Alkoholkonsums unter deutlich weniger gesundheitlichen Problemen leidet.

Das „Französische Paradoxon“ ist so ein Beispiel.

Sind:

  • Rotwein
  • Weißwein
  • Bier
  • Schnaps

in kleinen Mengen vielleicht sogar gesund?

Mit dieser Frage haben sich in der Vergangenheit verschiedene Studienautoren beschäftigt. Einige Arbeiten scheinen solche Theorien tatsächlich, gerade für Rotwein und einige Biersorten, zu stützen.

Verantwortlich machen deren Autoren spezielle pflanzliche Inhaltsstoffe, wie Flavonoide oder Resveratrol.

Aber: Neue Studien gehen eher vom Gegenteil aus. Oft (so die Ansicht) sind die Effekte auf andere Aspekte der Ernährung zurückzuführen.

Wieviel Alkohol ist unbedenklich?

Als heute allgemein unbedenklich gilt eine Menge von 1 Standardglas Alkohol für Frauen und 2 Standardgläsern Alkohol bei Männern täglich.

In einem solchen Glas sind 10 bis 12 Gramm Alkohol enthalten. Zudem sollte jede Woche zumindest an zwei Tagen abstinent gelebt werden. Für diese Mengen wurde bisher kein signifikant höheres Risiko ermittelt.

Aber: Die WHO geht in neueren Publikationen noch weiter und stuft selbst geringe Mengen als potenziell schädlich ein.

Der blaue Dunst: Rauchen ist immer schädlich 

Es gab Zeiten, in denen galt Rauchen als schick und trendy. Geraucht wurde Tabak nicht nur in den unteren Bevölkerungsschichten.

blogimage frau rauchen nacht

Auch die Upper Class hatte ihre Rauchutensilien immer dabei. Von diesem Image ist heute nichts mehr übrig. Rauchen gilt inzwischen als einer der Hauptrisikofaktoren für viele schwerwiegende nichtübertragbare Erkrankungen.

Der blaue Dunst ist nach Ansicht von Medizinern für ein bis zu 30-fach höheres Erkrankungsrisiko hinsichtlich Lungenkrebs verantwortlich.

Assoziiert wird Rauchen aber auch mit:

  • Diabetes Typ II
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (wie Durchblutungsstörungen)
  • Beschleunigung der Hautalterung
  • Verringerter Zahngesundheit.

Zudem wird sich Rauchen auch auf die Schleimhautgesundheit jener Areale aus, welche direkt mit dem blauen Dunst in Berührung kommen.

Heute die Finger von Zigarette oder Zigarren zu lassen, ist in jedem Fall die richtige Entscheidung. Verantwortlich für die stark gesundheitsschädliche Wirkung sind verschiedene Substanzen, die im Rauch enthalten sind.

Mittlerweile wurden mehrere tausend Inhaltsstoffe identifiziert. Viele davon sind toxisch (250) und mehrere Dutzend krebserregend (90). Diese Angaben werden unter anderem von der Initiative „Rauchfrei“ publiziert.

Leider gelingt es nicht jedem Raucher sofort, sich von der Zigarette zu lösen.

Daher greift heute ein Teil zu E-Zigaretten. Hierbei handelt es sich um Verdampfer, in denen eine Flüssigkeit umgesetzt wird. Letztere werden laut Langzeitstudien als weniger gesundheitsschädlich im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten eingestuft.

Risiken können bei E-Zigaretten unter anderem dann entstehen, wenn Nutzer nicht zu standardisierten Liquids greifen, sondern sich diese selbst zusammenmischen.

Hierdurch kann es zu teil ungewöhnlichen Kombinationen kommen, welche die Kontrolle der Gesundheitsrisiken durchs „Dampfen“ erschweren.

Essen: Zwischen notwendig, lecker und gesundheitsgefährdend

Gerade in der Weihnachtszeit ist wieder schlemmen angesagt.

blogimage paar gemeinsam kochen

Der Braten schmeckt an den Feiertagen besonders gut. Dazwischen gibt es Stollen, Gebäck und den einen oder anderen Glühwein.

Hohe Feiertage waren auf dem Teller schon immer eine Besonderheit. Schließlich wurde dafür der Gürtel im restlichen Jahr etwas enger geschnallt. Fleisch war selten, viele Mahlzeiten basierten auf Gemüse.

Auch der Umfang an Bewegung hat früher für breite Bevölkerungsschichten ganz anders ausgesehen. Heute ist dagegen leckeres Essen auf der Tagesordnung in vielen Haushalten zu finden.

Schon früh landet die erste Wurst auf dem Brot.

Zum Mittagessen gibt es einen Sauerbraten, die Haxe oder den Döner. Selbst zum Abendessen wird nicht auf die Bremse getreten, plus eine Tüte Chips auf der Couch.

Angesichts einer so hochkalorischen Kost ist nicht verwunderlich, dass Deutschland zunehmend dicker wird.

blogimage burger pommes

Laut Organisationen wie dem Robert-Koch-Institut (RKI) gelten inzwischen circa 50 Prozent der Bundesbürger als zu dick. Bei den Männern ist der Anteil sogar noch höher. Aber es schmeckt doch einfach so gut! Bereits mit wenigen Mitteln lässt sich heute eine gesunde Ernährung realisieren.

Wichtig sind die richtigen Anteile von:

  • Protein
  • Fett
  • Kohlenhydraten
  • Ballaststoffen.

Letztere sind für den Energiehaushalt zwar irrelevant, machen sich aber im Rahmen der Verdauung bemerkbar.

Wieviel Gemüse ist beispielsweise gesund? Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sollte jeder Erwachse rund 650 Gramm Gemüse täglich zu sich nehmen.

Hierbei liegt der Anteil Obst zu Gemüse etwa bei 1 zu 2. Letzteres verteilt sich 50:50 auf gekochtes und rohes Gemüse. Tipp: Auch wenn exotisches Superfood ein Trendsetter ist, gibt es einheimische Superfoods, die weniger klimaschädlich sind und mindestens genauso gut schmecken.

Der wöchentliche Fleischkonsum wird laut DGE-Empfehlung übrigens mit 300 bis 600 Gramm angegeben. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Anteile von rotem Fleisch eher geringer ausfallen.

Letzteres wird in Verbindung mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken gebracht. Empfohlen wird der Verzehr von Geflügel in höheren Anteilen. Übrigens: Ernährungsexperten raten dazu, den Anteil unverarbeiteter Lebensmittel zu erhöhen.

Je höher Nahrungsmittel industriell verarbeitet sind, umso ungesünder sind diese oft.

Gesundes Essen BlogImage

Fazit: Gesund leben: Kein Ding der Unmöglichkeit

Menschen werden älter.

Großen Anteil hat daran die medizinische Versorgung und ein besserer Hygienestandard. Viele Menschen könnten aber noch älter werden, wenn der Lebensstil stimmt.

Zuviel Alkohol in Kombination mit Rauchen und Fehler in der Ernährung kosten Lebensjahre. Es muss aber nicht soweit kommen.

Klar: Nur über die Ernährung oder den Verzicht aufs Rauchen wird nicht jeder Herzinfarkt oder Tumor zu verhindern sein.

Allerdings zeigt die Medizin in Studien regelmäßig, wie hoch der Anteil des Lebensstils an der Entstehung schwerwiegender Erkrankungen ist. Gerade die genannten Risikofaktoren machen das Leben eigentlich unnötig schwer.

Zu einer Lebensstiländerung gehört aber auch die Frage, was sich noch tun lässt? Es gibt viele Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Eine ist mehr Sport (was nicht nur Kalorien verbrennt, sondern auch das Stresslevel reduziert).

Aber auch ein gesunder Schlaf fördert nicht nur das Wohlbefinden.

Wer ausreichend schläft, kann mit Stress besser umgehen und stärkt beim Träumen am Ende sogar das eigene Immunsystem.

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