3 Gründe, warum du das Vertrauen in dich selbst verlierst & was du dagegen tun kannst

3 Gründe, warum du das Vertrauen in dich selbst verlierst & was du dagegen tun kannst

Jeder hat Momente, in denen das Selbstvertrauen schneller zu verschwinden scheint als ein glänzendes Wahlversprechen von Politikern. Um dauerhaft zu einer selbstbewussten Person zu werden, musst du verstehen, warum und wann dein Selbstwertgefühl ins Schwanken geraten kann.

Darum geht es in diesem Text.

Es ist frustrierend,... besonders wenn man bedenkt, wie weit man gekommen ist und was man bereits alles getan hat, um selbstbewusster zu werden.

Sobald man die Dinge im Griff zu haben scheint, passiert etwas und man merkt, dass man überfordert mit der Situation ist. Das hart erarbeitete Selbstvertrauen scheint wie weggeweht.

Passiert mir auch.

Ich bin der Meinung, dass es (meistens) aus einem dieser drei Gründe passiert.

1. Du bist irgendwo neu oder erlebst eine neue Situation

Mann Sonnenuntergang blogimage

Es ist leicht, sich selbstsicher zu fühlen, wenn man alles um sich herum kennt.

Es bedarf keinerlei Anstrengung und dieses Selbstvertrauen ist kein richtiges Selbstvertrauen. Es ist Sicherheit, vielleicht sogar Selbstgefälligkeit.

Aber das Leben ist voller neuer Orte.

Dein erster Tag in der Schule oder Universität. Ein neuer Job oder eine neue Beziehung. Eine neue Herausforderung oder eine neue Stadt.

Neu ist völlig unberechenbar.

Die natürliche Reaktion auf das Ungewisse und Unberechenbare ist die Angst.

Und wo Angst ist, da ist eine Stimme in deinem Kopf, die dich wieder in Richtung Sicherheit zurückkehren lassen soll.

  • Eine Stimme, die Geschichten erzählt, die dich untergraben sollen.
  • Eine Stimme, die es vermag, sich klein zu fühlen.
  • Eine Stimme, die dich daran hindert weiter zu kommen.

2. Deine Erwartungshaltung gibt den Takt vor

Dein Gehirn ist ein echtes Wunder. Es hat mehr als eine Milliarde Vorstellungen und Erwartungen davon, wie die Welt funktionieren muss und deinem eigenem Tun.

Freiheit BlogImage

Okay,..

  • Du wirst zu einer bestimmten Zeit aufstehen,
  • dann einen bestimmten Job erledigen,
  • dann bestimmte Leute sehen,
  • immer eine vorbestimmte Route nehmen,...

Dein Gehirn hat aber auch genaue Vorstellungen davon, was andere tun sollen...

  • Andere Menschen sollen dir helfen,
  • und sich nicht in den Weg stellen,
  • und hören, was du zu sagen hast,
  • und pünktlich zu einem Treffen erscheinen,
  • und das Geschirr abwaschen...

Als wäre das nicht genug, macht sich dein Kopf auch noch Gedanken darüber, was andere Menschen von dir erwarten...

  • Sie erwarten von mir, dass ich bei ihnen mitspiele,
  • dass ich mitrede und dabei lustig bin,...
  • Sie erwarten, dass ich nachgiebig bin und Zuneigung zeige,
  • dass ich die Person bin auf die sie sich verlassen können

Diese Erwartungen werden dich schneller fertig machen und deines Selbstbewusstseins berauben, als du Mississippi buchstabieren kannst.

Denn sobald auch nur eine Vorstellung – egal auf welcher der drei Erwartungsebenen – nicht erfüllt wird, knickt das Selbstwertgefühl ein und die Stimme des Zweifels in deinem Kopf macht sich bemerkbar.

Mach dir klar, dass diese Erwartungen nur Konstrukte deines Unterbewusstseins sind, die dir dabei helfen sollen, die Welt ein wenig berechenbarer und weniger beängstigend zu machen.

Aber jedes Mal, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt oder untergraben werden, bleibt einem nur Unsicherheit und die eigene Unfähigkeit, die Welt zu verstehen.

3. Du willst Perfektion

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Du hast hohe Ansprüche.

Das gefällt mir an dir, und es ist überhaupt nicht schlimm, wenn du alles so gut wie möglich machen willst.

Aber wenn...

  • du einen neuen Job findest und es sich so anfühlt, als ob du bei jedem einen fabelhaften Eindruck hinterlassen und fehlerfreie Arbeit leisten musst,...
  • du eine neue Beziehung anfängst und möchtest, dass ihr zwei perfekt zusammenpasst und du all deine Schwächen versteckst...
  • du ein neues kreatives Projekt startest und willst, dass alles ohne Probleme funktioniert und bereits beim ersten Versuch alles klappt...

...wird schnell klar:

Perfektion ist Bullshit.

In der Sekunde, in der du keine Perfektion erreichst, tritt dein Gehirn dir in Eier und sagt dir, dass du nicht gut genug bist.

Du merkst, die Jagd nach Perfektion ist eine der sichersten Möglichkeiten, das vorhandene Selbstvertrauen zu zerstören.

Perfektion ist Bullshit

Also...

Was kann man tun, um nicht mehr das Vertrauen in sich selbst zu verlieren?

Dein Selbstvertrauen verschwindet, weil du nicht darauf achtest, was du denkst.

Es ist wirklich so einfach.

Jeder Mensch hat ein natürliches, starkes Selbstvertrauen – schau dir nur mal kleine Kinder an.

Irgendwann wirst du aber nicht mehr ermutigt, sondern klein gehalten. Von deinen Eltern, deinem Umfeld und deinen eigenen Gedanken.

Die Absicht dahinter ist (vermeintlich) gut und die meisten Menschen sind sich nicht bewusst über ihren Einfluss auf andere.

Ikarus, flieg nicht zu nah an die Sonne, deine Flügel werden verbrennen & du wirst abstürzen.

Hätte Ikarus auf sein Umfeld gehört, wäre er zwar nicht abgestürzt, aber wir hätten auch niemals von ihm gehört.

Wenn man kein Ziel hat kann man auch keines erreichen. Eine tolle Lebensweisheit

Die Vorsicht liegt in der menschlichen Natur. Sie quasi genetisch vorprogrammiert.

Doch die Gefahren, vor denen uns unser Gehirn schützen will, existieren gar nicht mehr. Du musst nicht vor einem Säbelzahntiger weglaufen oder Angst haben, dass du aus deinem Stamm geworfen wirst und dann alleine in der Wildnis verhungerst.

Wenn dir jemand sagt etwas nicht zu tun, geschieht es (meistens) aus guten Absichten. Die Person will nicht, dass du abstürzt oder dich blamierst oder unangenehm auffällst.

Das dein Potential und dein Selbstvertrauen dabei untergraben wird, ist ihnen in 99,97% der Fälle nicht klar.

Irgendwann nimmt ein großer Teil der Menschen dieses Mindset – immer vorsichtig und nicht anders sein – einfach an und die innere Stimme bestärkt es in einem unendlichen Kreislauf.

Immer und immer wieder.

Ungluecklicher Hund BlogImage

Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Du kannst diesen Kreislauf unterbrechen.

Du kannst dich darauf trainieren die Stimme des mangelnden Selbstvertrauen, die Stimme des Auf-dem-Boden-bleibens zu erkennen.

Du kannst auf sie zeigen und sagen:

Oh hey, du bist es wieder. Die Stimme meines Zweifels.

Sobald du gelernt hast die Stimme des Selbstzweifels zu erkennen, hast du die Kontrolle. Nun kannst du dich entscheiden, ob du dich von ihr klein halten lässt oder trotzdem deinen Weg gehst.

Am Anfang ist es schwer sich seiner inneren Stimme zu stellen -- ich spreche aus Erfahrung. Zum Glück wird es mit der Zeit immer einfacher und du wirst immer häufiger die selbstbewusste Entscheidung treffen.

Auch wenn du dich in einer neuen Situation wieder findest, deine Erwartungen nicht erfüllt werden oder etwas nicht perfekt läuft.

Ziele Reise BlogImage

Schon bald wirst du in der Lange sein in so einer Situation mit den Schultern zu zucken und zu sagen:

Ach, das wird schon.

Kein Sorge.

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