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Borderline Ursachen: Mutter-Kind-Beziehung als Schwierigkeit

Borderline Ursachen: Mutter-Kind-Beziehung als Schwierigkeit

Borderliner sind emotional sehr instabil, was zu einer stark gestörten Beziehungsgestaltung führt. Vor allem dann, wenn ein Elternteil unter Borderline leidet, kann das verheerende Auswirkungen auf die Kinder haben.

Doch was sind überhaupt die Borderline Ursachen der Mutter? Und welche Herausforderungen gibt es zu bewältigen, wenn die Mutter unter dem Borderline Syndrom leidet? Welche Auswirkungen hat es auf die eigenen Kinder, wenn die Mutter ihre psychische Störung nicht behandelt oder diese vielleicht gar unentdeckt bleibt?

Ist es überhaupt möglich, dass Kinder mit einer Borderline Mutter gesund und glücklich aufwachsen, oder sollten sie der Mutter weggenommen werden?

Lies weiter, um in diesem Beitrag Antworten auf deine Fragen zum Thema Borderline Mutter zu bekommen!

Was sind die Borderline Ursachen Mutter?

Mutter schreit Kind an

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass eine Mutter an Borderline leidet?

In den meisten Fällen liegt die Ursache bei Borderlinern in ihrer eigenen frühen Kindheit. Sie haben traumatische Erfahrungen gemacht, als sie selbst noch ein kleines Kind oder — in manchen Fällen — ein Teenie waren.

Dazu gehört zum Beispiel emotionale Vernachlässigung, körperliche Gewalt oder Missbrauch oder auch sexueller Missbrauch. Doch auch das Erfahren von Krieg oder eines großen Verlustes kann zu der Borderline-Persönlichkeitsstörung führen.

In vielen Fällen hatten Borderline Mütter selbst ein gestörtes Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter. Nicht selten litt auch ihre Mutter unter Borderline — schließlich besteht zum einen eine genetische Veranlagung für Borderline, und zum anderen wuchs die heutige Borderlinerin dann selbst in einer lieblosen und konfliktbeladenen Umgebung mit einer schwierigen Bindung zur eigenen Mutter auf.

Es kommt nur in sehr seltenen Fällen vor, dass keine offenkundige Ursache für die Borderline Erkrankung ausfindig gemacht werden kann. Im Normalfall wurde die Psyche und Seele des Borderliners in der Vergangenheit schwer verletzt.

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Möchtest du mehr über diese Traumata erfahren? Diana Kwon hat sich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt.

Meist entsteht die Borderline Erkrankung allerdings nicht gleich nach dieser Traumatisierung. Stattdessen dauert es Jahre oder gar Jahrzehnte, bis sich die Borderline Störung äußert. Manchmal triggert ein schmerzhaftes Ereignis, wie zum Beispiel eine Trennung, ein Todesfall oder eine schwere Krankheit.

Doch auch die Geburt des ersten Kindes kann zur Aktivierung von Borderline führen. Und weil es meist Jahre dauert, bis sich Borderliner nach Ausbruch der Krankheit in Behandlung begeben, bekommt das Kind in diesem Fall in seinen ersten Lebensjahren das volle Ausmaß der Krankheit ab.

Wie verhält sich eine Borderline Mutter?

müde Mutter

Vor allem Borderliner, welche selbst Kinder bekommen, haben häufig stark mit den Auswirkungen ihrer Krankheit zu kämpfen. Denn Borderline Mütter möchten zwar ihren Aufgaben und Verpflichtungen ihrer Kinder gegenüber gerecht werden, stoßen dabei aber meist an ihre Grenzen.

Einer Borderline Mutter fällt es sehr schwer, eine normale Mutter-Kind-Bindung einzugehen. Denn es ist — zumindest unbehandelten Borderlinern — praktisch unmöglich, normale Beziehungen mit ihren Mitmenschen zu führen und eine gesunde Bindung aufzubauen.

Die traumatische Erfahrung der Vergangenheit führt dazu, dass Betroffene ein sehr geringes Selbstwertgefühl haben und unter einem unsicheren und häufig stark wechselnden Selbstbild leiden.

Verzweifeltes Bemühen es jedem Recht zu machen, gepaart mit heftigen Stimmungsschwankungen und eine unangemessene Stressbewältigung bilden eine explosive Mischung, unter der nicht selten die Kinder am meisten leiden müssen.

Bei DSM IV handelt es sich um die Abkürzung für das Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen, unter welche auch das Borderline Syndrom fällt. Im DSM IV findet man genaue Kriterien, welche vorgeben, welche Symptome vorliegen müssen, um eine eindeutige Diagnose für die jeweilige psychische Erkrankung stellen zu können.

Im Allgemeinen sind typische Symptome einer Mutter mit einer Borderline-Persönlichkeit:

• Impulsivität

• Handeln im Affekt

• Extreme Gefühlsschwankungen

• Starke innere Anspannung

• Innere Leere

• Niedriges Selbstwertgefühl

• Stark gestörtes Selbstbild

• Starke Stressempfindlichkeit

• Große Verlustängste beziehungsweise Angst vor dem Verlassenwerden und damit einhergehend Manipulationen, Kontrolle und Intrigen

• Aber gleichzeitig Probleme ein gesundes Maß an Nähe und Distanz zu finden

• Paranoide Vorstellungen

• Selbstverletzungen

• Suizidalität

• Essstörungen

• Führen von sehr intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen, welcher aber gleichzeitig sehr instabil sind. Es ist sehr schwer, ein idealer Partner für einen Borderliner zu sein.

• Ständiges Schwanken zwischen Idealisierung und Entwertung ihrer engsten Bezugspersonen

• Unkontrollierbare Wutausbrüche

• Drogenmissbrauch

Frauen, welche unter Borderline leiden, haben meist nicht nur extrem hohe Ansprüche an sich selbst, sondern auch an ihr unmittelbares Umfeld. Besonders ihre Kinder haben darunter zu leiden.

Wurde die Borderline Mutter beispielsweise in ihrer eigenen Kindheit stark emotional vernachlässigt, dann will sie unbedingt, dass ihr Kind es besser hat. Dadurch baut sie aber einen sehr hohen Druck an sich selbst und ihr Kind auf, und die hohen Ansprüche werden niemals erfüllt werden können.

Das Ergebnis ist eine große Frustration, unter welcher wiederum das Kind zu leiden hat.

Wie gehen Borderliner mit ihren Kindern um?

kleiner Junge sitzt auf dem Boden

Im Folgenden findest du typische Verhaltensweisen einer Borderline Mutter im Umgang mit ihrem Kind. Je nach Ausprägung des Borderline Syndroms kann man natürlich nicht bei einer jeden Borderline Mutter eine jede Verhaltensweise ausmachen.

Behinderung des Autonomieprozesses

In den meisten Fällen kommt es in der Mutter-Kind-Beziehung bereits zu ernsthaften Problemen, wenn das Kind gerade mal zwei oder drei Jahre alt ist. Denn in diesem Alter befindet sich das Kind in der Phase der Individuation und Loslösung, wird also zunehmend selbstständiger.

Und damit kommen Borderline Mütter eben gar nicht klar.

Die zunehmende Autonomie ihres Nachwuchses sieht die Borderline Mutter als Bedrohung an und reagiert damit meist mit einem Rückzug. Was natürlich für ein Kleinkind von gerade mal zwei oder drei Jahren absolut unverständlich ist.

Vielleicht weint die Borderlinerin auch und gibt ihrem Nachwuchs die Schuld dafür. Schlimmstenfalls kommt es gar zu offener Feindseligkeit von Seiten der Mutter — und wie soll ein Kleinkind das verstehen?

Ganz normale Entwicklungsphasen, welche ein jedes Kind durchlebt, werden von der Borderline Mutter gehemmt und manipuliert. Sie nimmt die Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse ihres Kindes schlicht und ergreifend nicht ernst, und reagiert höchst unangemessen darauf.

Es ist ein natürlicher Prozess, dass ein Kind zunehmend Autonomiebestrebungen unternimmt — schließlich bildet es langsam seinen eigenen Willen und sein eigenes Ich. Dies wird durch normale Phasen im Leben eines Kindes, wie der Besuch des Kindergartens und der Schule sowie die Bildung eines eigenen Freundeskreises gefördert.

Die Mutter kann auf derartige Situationen nicht in einer Art und Weise reagieren, wie es die Aufgabe einer Mutter, für die das Wohl des Kindes an erster Stelle steht, eigentlich wäre. Stattdessen versucht sie, die natürlichen Ablösungsprozesse des Kindes zu manipulieren.

Isolationsversuche

Viele Borderline Mütter unternehmen den Versuch, das Kind von seinem Umfeld zu isolieren.

Das schafft man als Elternteil vor allem dadurch, indem man es extrem kontrolliert und immer wieder willkürlich Regeln aufstellt oder das Kind für Nichtigkeiten mit langem Hausarrest bestraft. So versucht die Mutter zu verhindern, dass das Kind Freundschaften aufbauen kann — denn die sie möchte ihr Kind ganz für sich allein haben.

Dies macht sich auch später noch deutlich, wenn das Kind zum Beispiel die erste Beziehung hat oder gar von Zuhause ausziehen möchte. Nun spitzen sich die Probleme mit der Mutter zu. Diese wird immer mehr getriggert und kann keine normale Beziehung mit ihrem Kind mehr führen — sofern sich dieses nicht ständig der Mutter unterordnet.

Behinderung der Erfüllung der Bedürfnisse

Das Kind möchte natürlich unbedingt von seiner Mutter akzeptiert und geliebt werden. Und es findet schnell heraus, dass die Mutter ihm dann Liebe und Zuneigung entgegenbringt, wenn es das macht, was die Mutter möchte.

Es hört auf damit, seine eigenen Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen. Die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, zum Ausdruck zu bringen und zu verfolgen ist aber natürlich enorm wichtig für die gesunde Entwicklung eines Kindes.

Entwicklung eines “falschen Selbst”

Das Kind entwickelt in der Folge ein sogenanntes “falsches Selbst”, welches völlig von der Borderline Mutter diktiert wird.

Denn die Mutter hat die Erwartungshaltung, dass das Kind genauso sein soll, wie sie es sich selbst vorstellt — ohne Wert darauf zu legen, dass das Kind eigene Interessen entwickelt oder gar verfolgt. Nur dann, wenn das Kind die Vorstellungen der Mutter erfüllt, wird es mit Zuneigung belohnt.

Überbehütung

Tochter, die von Mama wegschaut

Dadurch, dass die Borderline Mutter auf alle Fälle erreichen möchte, dass ihr Kind es besser hat als sie selbst, resultiert ihr eigentlich guter Wille in einer Überbehütung des Kindes, welche eine gesunde Entwicklung vom Kind unmöglich macht.

Viele Borderline Mütter gehen eine regelrechte Symbiose mit ihrem Nachwuchs ein, welcher kein eigenes Selbst entwickeln kann.

Psychische Gewalt

Und eben dieses extreme Verhalten der Borderline Mutter resultiert häufig darin, dass auch das Kind, welches es ja eigentlich besser haben sollte als sie selbst, psychische Gewalt erfahren muss.

Denn ständige Kontrolle, das Hemmen der natürlichen Entwicklung und das Fördern der Abhängigkeit von der Mutter, oftmals auch durch das bewusste Schüren von Ängsten, macht es dem Kind unmöglich, gesund aufzuwachsen. Gleichzeitig ist es permanent — und von der Mutter gewollt — unterfordert.

Verursachen von Angstgefühlen

Viele Borderline Mütter haben unter starken Angstgefühlen zu leiden. Diese werden dann meist auch auf das Kind projiziert, was wiederum dessen Entwicklung stark beeinträchtigt.

Aussagen wie “Mach das nicht, du wirst dich dabei verletzen!”, “Lass sie nicht herein, sie sind böse!” oder “Sag das bloß niemandem, sie werden es gegen dich verwenden!” sind Beispiele dafür.

Meist resultiert all dies darin, dass das Kind unter einem sehr geringen Selbstvertrauen und übertriebenen Angstgefühlen zu leiden hat.

Erpressung und Schuldgefühle

Kündigt das Kind zum Beispiel an, dass es ausziehen möchte, kann es zu schlimmen Auseinandersetzungen und Wutausbrüchen kommen. Denn Borderliner reagieren sehr leicht gereizt – und dann schnell mal auch total über.

Die Mutter macht ihrem Kind bewusst Schuldgefühle, ist es doch undankbar und lässt die Mutter nun einfach alleine. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass die Mutter androht, sich etwas anzutun, oder sich als Folge ihrer inneren Zerrissenheit wirklich selbst verletzt.

Das zeigt, in welcher extremer Weise Kinder von Borderline Müttern teils mit weiteren Auswirkungen der Erkrankung der Mutter zu kämpfen haben.

Denn selbstverletzendes Verhalten der Mutter ist eine enorme psychische Belastung für das Kind — schließlich muss es sich mit dem Gedanken, dass sich die Mutter etwas antun könnte, wenn es von Zuhause auszieht, auseinandersetzen.

Das Kind steht permanent unter dem Druck, es der Mutter recht machen zu müssen. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass sich diese etwas antut.

Gefangenschaft zwischen den Eltern

Zu all dem kommt noch eine weitere Problematik hinzu: Borderliner sind überdurchschnittlich häufig mit einem narzisstischen Partner zusammen.

Und Borderliner und Narzissten sind eine extrem explosive Kombination – wodurch am meisten die Kinder des Paares zu leiden haben. Denn nicht nur, dass sie ständig zwischen das Feuer geraten, sie können auch weder zu ihrer Mutter, noch zu ihrem Vater eine normale Eltern-Kind-Beziehung aufbauen.

Was sind mögliche Folgen für Kinder, die bei einer Borderline Mutter aufwachsen?

kleines Mädchen sitzt auf dem Boden

Instabile und unsichere familiäre Strukturen, mit zugleich häufigen Konflikten und mangelnder beziehungsweise fehlender oder gar bewusst verhinderter Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung, können weitreichende Folgen für Kinder haben:

Für Kinder, die unter einer Borderline Mutter aufwachsen, besteht ein erhöhtes Risiko, selbst an Borderline zu erkranken.

Denn sie werden in einem dysfunktionalen Umfeld groß und erfahren kaum bis gar keine Sicherheit und Stabilität durch ihre meist wichtigste Bezugsperson, die Mutter.

Zu dieser emotionalen Instabilität kommt in manchen Fällen auch körperliche Gewalt durch die Borderline Mutter hinzu. Und wie schon erklärt, können derartige traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit im späteren Leben zum Ausbruch von Borderline führen.

Doch auch wenn das Kind als Folge der gestörten Mutter-Kind-Beziehung später nicht an Borderline erkrankt, kann das Aufwachsen bei einer Borderline Mutter, welche sich nicht in Behandlung befindet, verheerende Folgen für das Kind haben.

Denn aufgrund der zahlreichen Einschränkungen, die das Kind mit einem BPS-Elternteil hat, ist eine gesunde Entwicklung fast unmöglich.

Unter anderem ein gestörtes Selbstbild, ein sehr schwaches Selbstbewusstsein und kein Vorhandensein von Autonomie sind häufige Folgen. Überbehütete Kinder werden oft zu extrem eingeschüchterten und unselbstständigen Erwachsenen, welche große Probleme haben, auf eigenen Beinen zu stehen.

Gleichzeitig haben viele Kinder von Borderline Müttern unter einem gestörten Beziehungsverhalten im Erwachsenenalter zu leiden. Denn sie konnten in ihrer Kindheit keine positiven Beziehungserfahrungen machen und projizieren die Erlebnisse häufig auf Liebesbeziehungen oder später auf die Beziehung mit eigenen Kindern.

Zusammengefasst sind häufige Folgen für Kinder, die unter einer Borderline Mutter aufwachsen, die Folgenden:

• Fehlendes Vertrauen in die eigene Wahrnehmung

• Gefühl von Wertlosigkeit

• Sozialer Rückzug

• Soziale Phobie

• Instabiles Selbstbild

• Zwangsstörungen

• Angststörungen

• Misstrauen gegenüber anderen Menschen

• Schuldgefühle

• Depressionen

• Dissoziative Identitätsstörung

• Posttraumatische Belastungsstörung

• Essstörung

• Suchterkrankung

• Borderline

Was können Angehörige bei Borderline tun?

Mutter und Kind kämpfen

Damit ein Kind bei einer Borderline Mutter kindgerecht aufwachsen kann und keine bleibenden Schäden davonträgt, gilt es einiges zu beachten.

Vor allem ihr soziales Umfeld beziehungsweise engsten Vertrauten sollten nicht wegsehen, sondern sich darum bemühen, zu helfen. Um angemessen Hilfe leisten zu können, sollten sich Angehörige zunächst selbst intensiv mit der Borderline Erkrankung auseinander setzen.

Hilfe für die Mutter

Schafft die Mutter es nicht selbst, sich Hilfe zu suchen, dann ist die Hilfe der Angehörigen gefragt. Denn an oberster Stelle sollte stets das physische wie auch psychische Wohl des Kindes stehen.

Die Mutter sollte erkennen, dass sie krank ist, und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Meist muss das Trauma, welches ja die Ursache für die Borderline Erkrankung darstellt, mühsam aufgearbeitet werden. Dem Borderline-Patienten kann geholfen werden, mit der psychischen Erkrankung besser umzugehen und langfristig ein glücklicheres Leben zu führen.

Und gleichzeitig erhält die Borderline Mutter so auch Hilfe, ihrem Kind eine bessere Mutter zu sein und eine gesunde Bindung mit ihm aufzubauen.

Allerdings haben viele Mütter, welche unter Borderline leiden, das Problem, gleichzeitig alleinerziehende Mütter zu sein. Schließlich ist es Borderlinern häufig nicht möglich, stabile Beziehungen zu führen.

In diesem Fall stellt die Therapie, welche häufig lange stationäre Aufenthalte erfordert, eine zusätzliche Belastungsprobe für die Psyche der Mutter dar.

In vielen Kliniken gibt es darum die Möglichkeit, dass Mütter zusammen mit ihren Kindern einziehen. Soll das Kind nicht von seinem gewohnten Umfeld entrissen werden, ist auch eine ambulante beziehungsweise teilstationäre Therapie möglich.

Mit Sicherheit wird die für die Mutter wie auch das Kind eine zufriedenstellende Lösung gefunden — wenn nur erstmal der erste Schritt, sich Hilfe zu suchen, gemacht ist.

Hilfe für das Kind

Zudem ist es ratsam, dem Kind die Erkrankung der Mutter nicht zu verheimlichen. Je nach Alter des Kindes können zum Beispiel entsprechende Kinderbücher dabei helfen, dem Kind spielerisch zu erklären, was es mit dem Verhalten der Mutter auf sich hat.

Denn es gilt unbedingt zu verhindern, dass das Kind selbst auch ein Trauma aus der Kindheit davonträgt und schlimmstenfalls selbst irgendwann an Borderline erkrankt. Das Kind kann, je nachdem welche Überlebens-Strategie es während des Aufwachsens bei einer Borderline Mutter wählt, selbst an einer Persönlichkeitsstörung erkranken.

Kinder, welche unter einem undiagnostizierten beziehungsweise untherapierten Borderliner Elternteil aufwachsen, haben somit ein erhöhtes Risiko, selbst irgendwann an Borderline zu erkranken.

Wird die Erkrankung der Mutter erst recht spät erkannt, und besteht die Vermutung, dass das Kind bereits Schäden davongetragen hat, ist auch für das Kind unbedingt psychologische Hilfe zu empfehlen. So kann es schon früh das Trauma aufarbeiten und muss als Erwachsener nicht mehr unter den Erfahrungen leiden.

Das primäre Ziel sollte unbedingt sein, die Trauma-Kette nicht weiterzuführen, und dem Kind ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

Fazit

Mutter hält weinendes Baby und tröstet sie

Leidet man unter einer Borderline Störung, dann ist es extrem wichtig, sich in Behandlung zu begeben — für das eigene Wohl, und für das Wohl der Kinder. Denn leidet eine Borderline Mutter unter unbehandelten Traumata, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass diese an das Kind weitergegeben werden und es stark in seiner Entwicklung eingeschränkt wird.

Die Borderline Ursachen der Mutter lassen sich selbst meist in deren Kindheit finden. Vermutlich wurde sie Opfer von Missbrauch, Vernachlässigung oder extremen Ereignissen wie Krieg. Derartiges unverarbeitetes Trauma kann sich nach vielen Jahren als Borderline Störung äußern.

Worunter vor allem die Kinder einer Borderline Mutter stark zu leiden haben. Denn ihnen ist ein normales, kindgerechtes Aufwachsen nahezu unmöglich. Die Borderline Mutter verhindert Autonomiebestrebungen des Kindes, isoliert und manipuliert es, schürt Ängste und setzt das Kind einem großen Druck, dass sie sich etwas antun könnte, wenn es sich nicht so verhält wie sie möchte, aus.

Wird das Kind nicht geschützt, besteht die Gefahr, dass es später selbst an Borderline erkrankt beziehungsweise dass es Schwierigkeiten hat, ein normales Leben zu führen. Denn Kinder von Borderline Müttern haben häufig unter einem gestörten Selbstbild, sozialer Phobie, Zwangsstörungen und Depressionen zu leiden.

Das bedeutet nicht zwingend, dass Kinder nicht bei ihren Borderline Müttern aufwachsen sollten. Stattdessen ist es wichtig, dass angemessen mit der Krankheit umgegangen wird und die Mütter wie auch die Kinder entsprechend Hilfe bekommen.